Wednesday 11 May 2016
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Etwas Geographie: die größten Anbaugebiete und der Kaffeemarkt

Wir lieben Kaffee wegen seinen aromatischen Duft, für die gesellschaftliche Anlässe und für die Energie den wir morgens erhalten. Vielleicht möchten wir aber ihn besser kennen lernen. Eine Weltreise kann uns heute dabei helfen, die wichtigsten Anbaugebiete und den Kaffeemarkt zu entdecken.

 

I più grandi produttori di caffè

Die größten Kaffeeproduzenten

Arabica oder Robusta (oder Canephora) sind die bekanntesten kultivierten Coffea-Pflanzen: geringer Säuregehalt und delikater Geschmack sind die Merkmale des ersten Kaffeetyps während der zweite unterscheidet sich wegen seinen vollmundigen Körper und den doppelten Koffeingehalt. Arabica-Kaffee stellt den 70% der Weltproduktion dar und wird vorwiegend in Südamerika angebaut, die restlichen 30% der Produktion betrifft Robusta-Kaffee und wird in Afrika, Indonesien, Indien und Vietnam angebaut.

Diese tropische Pflanze benötigt eine Durchschnittstemperatur zwischen 17° und 23° und regelmäßige Niederschläge, Eigenschaften die man in Länder nahe dem Äquator findet. Auf dieser Weise finden wir in unserer Tasse den Kirschduft aus Äthiopien, Produzent und Exporteur von globaler Bedeutung zwischen dem Wendekreis des Krebses und den Äquator. Äthiopien ist auch das einzige Land in der Welt, in dem noch wilde Kaffeepflanzen wachsen. Tief im Harenna-Wald, bei 1800 Meter Höhe, wächst der Arabica-Kaffee, deren Beeren auf Netze sonnengetrocknet werden. Große oder kleine Beeren sind der Ursprung von verschiedenen Kaffee-Arten und werden nach den Anbauregionen benannt bspw. Sidamo, Limu und Jima.

Ein anderes Land am Äquator ist Kenia. Hier ist die Produktionsmenge nicht groß aber seine Qualität wird wegen seinem herrlichen Frucht-würzigen Aroma und den ausgewogenen Säuregehalt sehr geschätzt. Es wird sowohl der natürliche Arabica als auch der gewaschene Kaffee produziert. Möchten wir stattdessen eine Tasse Robusta-Kaffee trinken, dass bei 600 Meter Höhe angebaut wird, müssen wir zur Elfenbeinküste reisen. Hier wird der Arobusta produziert, eine Kreuzung zwischen Robusta und Arabica. Andere Anbaugebiete von Robusta-Kaffee sind im Westen Afrikas zu finden.

Auf der Bergkette Huehuetenango in Guatemala wird dank seines subtropischen Klimas ein einzigartiger gewaschener Arabica-Kaffee produziert. Allerdings stammt 40% des exportierten Kaffees aus Brasilien. Der beste brasilianische Kaffee ist der Bourbon Santos. Er wird in einer Höhe von 1300 Meter geerntet, aber die Fazendas produzieren auch andere Mischungen, die sich nach Waschsystem und Reifegrad der Beeren unterscheiden. Eine exzellente Qualität ist auch in Kolumbien zu finden, wo 6% der Weltproduktion gedeckt wird. Die Kaffeepflanze wurde von Jesuiten im 18. Jahrundert ins Land gebracht. Sie wächst in Medellín, Manizales, Armenia und in Pereira, Gebiete die zwischen 1.420 und 2.150 Meter Höhe liegen.

Ein Sprung in Vietnam bringt uns zum größten Produzenten nach Brasilien. Im Jahre 2014 wurden 28 Millionen Säcke exportiert. Zusammen mit Indien und Indonesien bauen sie Robusta von bester Qualität an. Andere Anbaugebiete finden wir in Thailand, Laos und Kambodscha, während im indischen Sakleshpur wird vor allem Arabica angebaut. Indien exportiert sowohl Arabica als auch Robusta, aber hier findet man auch den besonderen Monsun-Kaffee mit seinem würzigen und ausgewogenen Geschmack. Bali, Timor und Java exportieren das gesamte Jahr ihre Erzeugnisse, während in Sumatra der Mandheling eine sehr wertvolle Qualität produziert.